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Südafrika 2018

Südafrika - mein neues Lieblingsland :)

 

Wir starten unsere Reise vom Hamburger Flughafen und fliegen über Dubai mit Fly Emirates. Der Service an Board ist top, das Essen wunderbar und es gibt eine Riesen Filmauswahl die uns den Flug versüßen... Die Flugzeit nach Dubai beträgt ca. 6 Stunden. Dort haben wir 2 Stunden Aufenthalt um dann noch mal 9 Sunden nach Kapstadt zu fliegen.

 

Am 18. April kommen wir morgens in Kapstadt an. Es regnet! Seit Monaten hat es nicht mehr in Kapstadt geregnet - Alle Menschen sehnen sich nach regen... und wir bringen ihn mit. Die Wassernot in Kapstadt und um Kapstadt herum ist so groß, das der Wasserverbrauch auf 50 Liter pro Person pro Tag beschränkt wurde.  Der "Day Zero"  steht bevor... dazu schreibe ich aber weiter unten mehr...! Der Regen - ist auch nur von sehr kurzer Dauer... Für das Land zu kurz. - Jetzt erst mal ankommen in Kapstadt. Wir werden von Ulf am Flughafen abgeholt... Ulf lebt schon seit ca. 30 Jahren in Südafrika. 25 Davon in Kapstadt und nun in Oudtshoorn. 

 

Wir haben uns über Air bnb eine Wohnung in dem Bezirk Vredehoek genommen. Auf der einen Seite haben wir den Blick runter zur Waterfront und auf der Rückseite haben wir den Tafelberg. Den ersten Abend haben wir bei einem schönen Steak und einem kühlen Bier an der Waterfront ausklingen lassen.

Tag 2 - Über Hout Bay zum Kap der guten Hoffnung

"hout bay" - "duiker island" - "chapman´s peak" - "Kommetjie" - "misty cliffs" und "scarborough"

Früh aufstehen... eine Kleinigkeit essen und dann geht es los... Hout Bay Harbour steht am 2. Tag als erstes auf dem Programm. Das kleine Fischerdörfchen besticht durch seine Fischfabriken und die wunderschönen Fischmärkte.  Wir sind leider einen Tag zu früh, um den an jeden Freitag, Samstag und Sonntag stattfindenden Bay Harbour Market in der Bucht von Hout Bay, in der Nähe des Hafens zu besuchen. Dieser bietet, so wird uns gesagt eine Auswahl an einheimischen Händlern mit handgefertigten Waren und afrikanischer Kunst sowie Kleidung, Schmuck und vieles mehr... also nächstes mal besser planen ;) - Ein paar Stände sind am Donnerstag aber auch am Hafen.

Aber auch ohne Markt lohnt sich der Besuch. 

Wir haben kaufen uns stattdessen ein Bootsticket und fahren zu der kleinen felsigen Insel "Duiker Island"  oder auch "Seal Island" (Robbeninsel). Diese Insel ist komplett von Seebären belagert... und das riecht man auch.

 

Danach geht es über die in Hout Bay beginnende nach Süden führende Küstenstraße "Chapman´s Peak Drive" Richtung "Kap der guten Hoffnung". Der Chapmans Peak Drive ist wohl eine der spektakulärsten und schönsten und vielleicht sogar kurvenreichsten Straße der Welt. Etliche Autokonzerne drehen hier die Werbeaufnahmen für Ihre Autos.

 

Auf dem Weg machen wir noch einen kurzen Stop in dem Ferienort "Kommetje". Ein gefühlt sehr ruhiger und verträumter Ort mit schönen Blick auf die Bucht von Hout Bay. Obwohl am Strand nicht wirklich Wellengang vorhanden ist, sind doch einige Surfer unterwegs.

 

Unser nächster Stop ist die Surferortschaft "Misty Cliffs". Den mystischen Namen hat der Ort durch den Nebel der durch die starke Brandung entsteht. Dieser breitet sich teilweise über die ganze Bucht aus. Das rauschen der Brandung entschleunigt uns wahnsinnig und wir verweilen eine ganze Zeit und bewundern dazu dieses wunderschöne Naturschauspiel. Danach stoppen wir noch in Scarborough um ein wenig den Strand zu genießen  bevor es heißt... Cape Point wir kommen.

 

Bilder "Hout bay" und "Duiker island"

Bilder "Chapman´s peak"

bilder "kommetjie", mysty cliffs" und "scarborough"

Das "Kap der guten hoffnung" - Cape of good hope

Angekommen... es ist jetzt kurz nach halb eins ... und mein Magen knurrt... deswegen ist unser erster Stop das Restaurant "Two Oceans" und ich bin "guter Hoffnung" das uns was leckeres serviert wird ;).

Wir werden absolut nicht enttäuscht... die Lage ist wirklich beeindruckend und wir genießen nicht nur unser Mittagessen, sondern auch einen atemberaubenden Meerblick über die False Bay. Nach der Stärkung geht es dann mit der Standseilbahn, der Flying Dutchman bergauf zum alten Leuchtturm, von wo aus man eine noch bessere Aussicht genießen kann. Danach geht es zur malerischen Spitze der Kap Halbinsel... denn ein Foto vor dem berühmten Schild musste auch noch sein.  

Auf der Rücktour machen wir noch einen kurzen halt in Simon´s Town. Am Hafen entdecken wir ein paar Händler mit Straßenständen und statten auch dem Denkmal der deutschen Dogge "Just Nuisance" ab. Sie wurde bei der Royal Navy formell als Vollmatrose geführt und war der einzige Hund, der jemals eine solche Position eingenommen hat. Sie "diente" zwischen 1939 und 1944 als Bordhund auf der HMS Afrikaner und wurde im April 1944, nachdem Sie im Alter von 6 Jahren in einen Verkehrsunfall verwickelt war und seit dem an einer Thrombose litt, an Ihrem 7 Geburtstag eingeschläfert und anschließend mit einem militärischen Begräbnis, einschließlich Salutschüssen beigesetzt.

Seit 1985 erinnert ein Denkmal des Künstlers Jean Doyle an Just Nuisance in Somon´s Town.

Tag 3 - Rundflug über kapstadt und Tafelberg

Kurz vor 5 Uhr heißt es aufstehen.... oh man ist das früh. Aber es lohnt sich definitiv. Denn mit dem Sonnenaufgang wollen wir einen Rundflug über Kapstadt starten und das Wetter soll Traumhaft werden. Also los. Um 6.30 Uhr treffen wir am Flughafen in Durbanville ein. Die beiden Piloten warten schon auf uns. 2 Flugzeuge hat Ulf für uns reserviert. Was für ein Erlebnis.

Ich fliege zusammen mit Paolo - nach einer kurzen Flugzeug Einweisung geht es los. Paolo ist ein richtig cooler und sympatischer Typ der an dem Tag nicht nur Pilot ist, sonder auch mein Reiseführer und mir genau erzählt, wo wir uns gerade befinden.

Ich kann die Finger kaum vom Auslöser meiner Kamera nehmen, so beeindruckt bin ich auf dem fast 2 Stunden langen Flug.

Ich stelle mal nur eine "relativ" kleine Auswahl der Bilder ein... Obwohl ich mich kaum entscheiden kann.

Danach geht es über die Voortrekker Road durch Parow und Elsies Rivier zurück ins Zentrum von Kapstadt, an die Victoria & Alfred Waterfront, wo wir erst mal Lecker im Cape Town Fish Market Restaurant Mittag essen und dabei Blick von der Terrasse auf den Hafen und die Schwingbrücke bei bestem Wetter genießen. 

Capetown Victoria & Alfred Waterfront

Tafelberg bzw Table mountain

Der Tafelberg... das Wahrzeichen von Kapstadt. Der Tafelberg ist eines der sieben Naturwunder der Erde. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten auf den Tafelberg zu kommen. Wir entscheiden uns für den bequemen Weg mit der Seilbahn, statt einen der wunderschönen Wanderwege hinauf zur Plattform.

Oben angekommen, bin ich erst mal überrascht über die Menschenmenge... die sich dann aber schnell verläuft und man teilweise sogar komplett seine Ruhe auf der gigantischen Fläche von 6500 Hektar. 

Was für ein fantastischer Ausblick! Unbeschreiblich! Richtung Süden die Küste zum Kap der Guten Hoffnung auf der anderen Seite ein traumhaftes Panorama von Kapstadt... gefühlt habe ich 300 Bilder gemacht.

Lionshead

Der Lionshead ragt majestätisch über Kapstadt.

Der 669m hohe Löwenkopf kann nur zu Fuß bestiegen werden.

Wir haben den Lionshead nur von unten bzw. auch vom Tafelberg aus genossen. 

Der Lionshead ist eine gute Alternative, wenn dem Tafelberg die Tischdecke - eine Wolkendecke, die teilweise Tagelang nicht verschwindet, umgibt.

 

Und wer den Lionshead bestiegen hat, wird nicht nur mit der Aussicht belohnt, sondern auch mit Stolz, über die zurückgelegte Strecke.

 

Die Besteigung des Lionshead steht definitiv noch auf meiner To-Do-Liste...

Tag 4 - "NUWELAND" Newlands Stadion und Nachtleben

Heute stand Kapstadt auf dem Tagesplan. Wir wollten uns die Heimstädte der "Stormers" ansehen, die in der "Super Rugby" mitspielen. Die Super Rugby Meisterschaft besteht  zur Zeit aus 15 Mannschaften. Davon 4 aus Südafrika, 4 aus Australien, 5 aus Neuseeland, 1 in Japan und 1 aus Argentinien. Rugby ist wesentlich populärer als Fußball in Südafrika. Ausserdem tragen die Springbocks, die afrikanische Nationalmannschaft einen Teil Ihrer Spiele im Newlands-Stadion aus. 

Wir hatten gluck, das wir einen netten Security Mitarbeiter getroffen haben, der uns einen Blick ins innere des Stadion werfen lies.. und wir hatten sogar die Möglichkeit, die Logenbereiche und die Umkleidekabine der Stormers und der Nationalspieler zu besichtigen.

Wirklich beeindruckend...

 

 

Vor unserem Reiseantritt haben wir schon immer die Nachrichten verfolgt... Mitte April - genau unser Reisebeginn - war der Day Zero angekündigt. An dem Tag wollte die Verwaltung der 4 Millionen Metropole die Wasserversorgung abschalten. Der Verbrauch pro Kopf war bis dato schon auf 50 Liter pro Tag pro Person begrenzt.

Ab dem Day Zero sollte die Wasserabgabe auf 25 Liter pro Person begrenzt werden und an den Wasserausgabestellen militärisch raus gegeben werden.

Die Lage entspannt sich ein wenig, die ganze Stadt und das Umland spart Wasser. Öffentliche WC´s haben kein Wasser mehr zum Händewaschen und sind mit Schildern ausgestattet, auf denen gebeten wird, bei kleinem Geschäft nicht zu spülen. Duschwasser soll für die Pflanzenbewässerung aufgefangen werden... 

Der Wasserverbrauch der Bevölkerung wurde um ca. 60 Prozent gesenkt und die Landwirte aus den Nachbarregionen spenden Wasser. Trotzdem ist die Lage noch extrem angespannt. Wir besuchen eine Wasserausgabestelle. Ich bin mir nicht sicher, ob es gerne gesehen wird, wenn ich mit meiner Kamera fotografiere. Ich frage die Security am Eingang ob ich mit der Kamera durch kann. Diese nicken mir kurz zu. Ich gehe an der Schlange vorbei und nehme Blickkontakt auf und halte die Kamera hoch. Viele nehmen mich gar nicht war. Die anderen nicken zustimmend. In der Schlange befinden sich Bürger aus allen Schichten und alle gehen respektvoll miteinander um - schließlich haben alle dasselbe Problem.

Danach geht es weiter über die Boys Drive mit einem herrlichen Blick auf den Muizenberg Beach... an dem St. James Beach vorbei zum malerisch schönen kleinen Fischerdorf Kalk Bay an der False Bay in Fish Hoek.

Direkt am Hafen legen die Fischer Ihren frisch gefangenen Fisch aus und bieten diesen zum Verkauf an. 

Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, und das ganze Dorf strahlt eine extreme Ruhe und Gelassenheit aus. 

Viele Künstler haben sich hier niedergelassen und kleine Restaurant`s und Café´s bieten sich an, ein bisschen zu verweilen.

Wir entscheiden uns für eine Kleinigkeit bei Lucky Fish Chips, das eher ein Schnellimbiss gleicht, als einem Restaurant, aber der Fischteller ist sehr lecker.

Danach schlendern wir noch ein bisschen über die Schiffanleger, bevor wir in das Restaurant und Pub "The Brass Bell" auf ein leckeres kühles Bierchen einkehren.

Danach geht es zurück Richtung Kapstadt City. Den heute Abend ist ClubZeit angesagt.

 

Muizenberg ist ein an der False Bay gelegener idyllischer Vorort von Kapstadt und hat einen wunderschönen Sandstrand mit einer langen Strandpromenade die kaum Wünsche offen lässt. 

Überall entlang des 32 km langen Sandstrandes findet man die bunten Holzhäuser - die "Edwardian Beach Houses". 

Die Häuschen werden als Umkleidekabine und auch zur Aufbewahrung von z.B. Surf Equipment genutzt. Man kann sie nur für eine komplette Saison mieten.

An der False Bay tauchen immer wieder mal weiße Haie auf, daher sind überall, unter anderem auch auf den angrenzenden Bergen "Sharkspotter" platziert, die bei Sichtung sofort eine Warnung ausgeben. 

 

 

 

Nightlife Kapstadt

Es ist kurz vor 20.00 Uhr - wir haben uns über die App "Uber" einen Fahrer bestellt. Der Student bringt uns mit seinem Privatfahrzeug direkt ins Zentrum und wir vereinbaren, das er uns nach einem Anruf auch wieder abholt.

Wir starten in dem Club von Ufos Freund... dieser ist leider durch einen Trauerfall heute nicht anwesend, sorgt aber dafür, das wir bestens umsorgt werden und stellt uns ein lecker essen und Getränke zur Verfügung.

Danach geht es ins Coco... vor dem Laden ist eine Riesenschlange, aber der Bekannte von Ulf hat uns angekündigt, und wir bekommen ein VIP Band und können sofort an der Schlange vorbei und rein in den Laden und bekommen sogar zutritt in den VIP Bereich.

Nach einigen netten Stunden und ein paar Drinks später lassen wir uns wieder uns um ca. ... Uhr wieder einsammeln und zurück zur Wohnung bringen... wir wollen ja schließlich am nächsten morgen wieder früh hoch ;)

Tag 5 - gordans bay - Rooi-els -betty´s bay -kleinmond - hermanus - Elim - struis bay

Durch die etwas längere Nacht, stehen wir entspannt auf, packen unsere Sachen, denn heute verlassen wir unsere Unterkunft - und fahren gegen 10.00 Uhr noch ein letztes mal an die Waterfront zum Frühstücken. Über Gordons Bay, einem Strand, der besonders bei Familien sehr beliebt ist mit seinem kleinen Hafen und zahlreichen kleinen Restaurants, fahren wir die R44 über den Clarence Drive - auch eine wunderschöne Straße direkt an der Küste. Nicht ganz so spektakulär Chapmans Peak Drive, aber auch atemberaubende Strände und Aussichten, die nach jeder Kurve wieder anders waren.

Wir halten in dem kleinen gemütlichem Dorf Rooi Els und genießen ein wenig die Ruhe und die gewaltigen Felsformationen am Atlantik. Danach geht es auf einen kurzen Besuch zu den Pinguinen am Stony Point in Betty´s Bay. Bevor wir über Kleinmond nach Hermanus fahren. Hermanus ist von einem kleinem Fischerdorf zu einem der beliebtesten Ferienorte rund um Kapstadt geworden. Vor allem von August bis Oktober lohnt sich der Aufenthalt. Die Wale kommen gerne bis in die Bucht hinein und trauen sich teilweise bis 50 ans Ufer heran. Von verschiedenen Aussichtspunkten auf den Klippen können die Wale dann hervorragend bewundert werden. Auf dem Weg nach Struis Bay kommen wir durch den kleinen, auf der Karte kaum wahrnehmbaren Ort Elim. Diese kleine Ortschaft wurde von den deutschen Ordensbrüdern unter der Leitung von Hans Peter Walbeck gegründet. Ein extrem sauber Ort mit niedlichen kleinen reetbedachten farbigen Häusern. 

 

 

rooi els - ein kleines gemütliches dorf direkt am Südatlantik

betty´s bay - stony point - hier tummeln sich neugierige pinguine

Kleinmond in der overberg region

hermanus - gilt als eines der besten walbeobachtungsplätze der welt

Elim - eine kleine ortschaft von deutschen Ordensbrüdern gegründet

Ende - aber nicht im gelände

... und plötzlich ist die Straße zu Ende.

Wie aus dem nichts hörte auf einmal die Straße... aber nicht unser Weg auf. Also die untergehende Sonne im Rücken und schon ziemlich platt vom Tag auf nach Struis Bay... und hoffen, das wir dort noch was in den Magen bekommen und unsere Unterkunft beziehen können....

 

... als wir in Struis Bay ankommen sind die Geschäfte und Restaurants schon geschlossen. Nachdem wir den Schlüssel für unsere Unterkunft bekommen haben, finden wir noch eine kleine Kneipe, die noch geöffnet hat. Dort bekommen wir sogar noch was zu Essen. Es gibt Pizza.... die mächtigste Pizza, die ich je gegessen habe. Unter anderem belegt mit Bananen... und ich muss sagen... die war sogar richtig lecker...! Danach beziehen wir unsere Unterkunft ... der Plan für den nächsten Tag... um 5 Uhr aufstehen und zum Kap Agulhas - dem südlichsten Punkt Afrikas - wo der indische Ozean und der Atlantik aufeinander treffen... und dort den Sonnenaufgang genießen.

sTRUIS bAY

Tag 6 - Kap agulhas - der südlichste punkt afrikas

An der Südspitze Afrikas angekommen... die Sonne geht gleich auf. Das einzige was man hört ist das rauschen der Ozeane... und dazu diese herrliche kühle, aber nicht kalte Luft, von der man gar nicht genug einatmen kann. Als wenn mit jedem Atemzug Freiheit einatmet. 

Hier treffen der Indische und der Atlantische Ozean aufeinander.

Nach 2,5 Stunden purer Freiheit und irgendwie auch voller neuer Energie - geht es noch zum bzw auf den 1848 eingeweihten Leuchtturm und danach endlich ein herzhaftes Frühstück mit frischem Spiegelei im Dorf. 

 

Unsere Unterkunft in Struis Bay

Nach dem Frühstück geht es zurück von Kap Agulhas zu unser Behausung nach Struis Bay.

Ich bin mir gar nicht sicher, ob es jemanden interessiert... aber ich schreibe es trotzdem kurz ;)

Unsere Unterkunft haben wir über die Plattform Air bnb gebucht.

Wir hatte eine komplette Wohnung über 2 Etagen von Privat. Mit großer Küche, 3 Schlafzimmer mit je einem eigenen Badezimmer und ein großes Wohnzimmer. Das Preis Leistungsverhältnis war Top. Und der Check in und der Check out liefen absolut problemlos.

Für eine Übernachtung ohne lange Aufenthalt eigentlich viel zu schade....

 

Es ist 11.30 Uhr - Abfahrt Richtung Oudtshorn...

320 km bis nach Oudtshoorn...

320 km liegen vor uns... und das in der prallen Sonne... zum Glück haben wir eine Klimaanlage und genug zu trinken im Auto.

Wir fahren die Route 319 über Bredasdorp und Swellendam bis nach Barrydale. 

Die Landschaft ist ein Traum (Ich glaube ich wiederhole mich). Komplett anders als die grüne Küstenlandschaft. Hier ist eher alles in einem Braunrot... aber man kann unendlich weit schauen und hier und da huscht mal ein Tier über die Fahrbahn. Irgendwie habe ich mir Afrika ein wenig so vorgestellt.  

Kurz vor Barrydale kommen wir in die Kleinstadt Suurbraak und wie aus dem Nichts ist es wieder alles grün. Die kleine Stadt liegt in 220 m Höhe über dem Meeresspiegel am Fuß des Langeberg Mountains.

Den Langeberg Mountain müssen wir überqueren um nach Barrydale zu kommen.  

 

Mittagspause in barrydale - bevor es auf die route 62 geht

Der kleine Ort Barrydale ist eine richtige grüne Oase am Fuße des Langeberg Mountain. Hier werden Pfirsiche, Äpfel, Birnen und Wein angebaut.  Eine der besten Weine und auch Brandys kommt von den Souther Cape Vineyards. da uns der Magen knurrt und auf dem Gelände sich auch das Cellar Restaurant - das sehr gut sein soll - befindet, beschließen wir, dort zu Essen und danach die Destillation zu besichtigen... Leider ist ausgerechnet heute geschlossen... also suchen wir eine Alternative und lassen uns im "Diesel & Creme" nieder. Ich gönne mir einen Jack Daniel´s Burger und eine eiskalte Coke... wir wollen ja gestärkt auf die legendäre Route 62 ;)

Route 62 & Ronnies "Sex" Shop

Gut gestärkt geht es statt in die Mittagsstunde, die bei der Hitze auch sehr gut tun würde auf die Route 62.

Endlos lang zieht sich die Straße durch die hügelige Halbwüste.  Links und rechts tauchen vereinzelt kleine Farmen auf und an der Straße sind wirklich viele Menschen zu Fuß unterwegs, die uns einen Geldschein entgegenhalten und hoffen, das Sie ein Stück mitgenommen werden. Wir bemerken unterwegs immer wieder die riesigen eingezäunten Felder mit Strauße. Strauße sind hier Nutztiere wie bei uns Schafe und Kühe. 

Nach einer langen Zeit nur Landschaft, taucht auf der rechten Seite mitten in der Pampa ein kleines weißes Gebäude mit roter Schrift auf: "Ronnies (SEX) Shop". 

Vor über 20 Jahren kam Ronnie in diese Gegend um Lebensmittel zu verkaufen. Es sollen Freunde von Ronnie gewesen sein, die den Namen "Ronnies Shop" um das Wort "Sex" erweitert haben.

Aus dem Shop ist nach kurzer Zeit urige Kneipe geworden, die besonders bei Bikern sehr beliebt ist. Statt Lebensmittel gibt es hier nun Bier und Schnaps. Wenn man die Bar betritt weiß man gar nicht, wo man als erstes hinsehen soll! Man wird förmlich erschlagen. Die Wände sind über und über mit Sprüchen, Wünschen, Witzen, Unterschriften und Zeichnungen beschmiert. Daneben hängen unzählige Visitenkarten, Schülerausweise und Banknoten aus der ganzen Welt. Und jetzt kommt es....! Von der Decke baumeln unzählbare BH´s und Slips in jeder Größe. Die meisten mit einer Signatur oder Widmung für Ronnie. 

Und hinter dem Tresen steht er.... Ronnie - extrem langer geflochtener Pferdeschwanz - langer weißer rauschiger Bart - was für ein uriger Typ. Der schockt der Mann. Natürlich gönnen wir uns ein kühles Bier und halten noch ein wenig Klönschnack... und ich kann mich absolut nicht satt sehen... Im Regal entdecke ich noch einen Original Kulmbacher Bierkrug! Von hier schnell einen Gruß an alle Kulmbacher und an das legendäre Kulmbacher Bierfest ;)  (und an Stefan - Du wolltest mir noch die Alternative dazu zeigen ;))

So genießt mal kurz die Bilder... danach geht es wieder auf die Route 62 Richtung Oudtshoorn.

Weiter auf der Route 62

Und kurz vor oudtshoorn plötzlich gewaltiger rauch über der route 62

Zum Glück noch weit genug entfernt. Wir mussten nur die Daumen drücken, das der Wind nicht dreht.

Tag 7 - Angekommen in Oudtshoorn

Natürlich sind wir schon einen Tag vorher in Oudtshoorn angekommen... wir waren aber so platt, das wir nach dem Abendessen relativ schnell ins Bett gegangen sind. 

Also richtig angekommen in der Hauptstadt von der Kleinen Karoo sind wir erst jetzt.

Wir starten den Tag  bei "beans about coffee" und bekommen einen der besten Kaffee´s der Welt! Deshalb beginnen wir auch die nächsten Tage den entspannten Start in den Tag und unser Touren hier.

Oudtshoorn ist eine kleine sehr gastfreundliche Stadt. Sie hat mit die meisten Sonnentage in Südafrika. Die Stadt liegt am Ende der Route 62, zwischen den Outeniqua und Swartberg Mountain Pässen. Von hier erreicht man ideal viele nahe liegende Sehenswürdigkeiten,  Die Orte wie Prince Albert, George, Knysna Mossel Bay, traumhafte Strände und atemberaubende Fahrten über den Swartberg Pass. Oudtshoorn ist die absolute Straußenhochburg. Viele Menschen sind hier durch die Straußenindustrie reich geworden, und das sieht man auch noch an vielen prunkvollen Immobilien in Oudtshoorn. Nicht weit entfernt sind auch noch die sensationellen Cango Caves, die mit ihrer Gesamtlänge von über 4 km zu den schönsten Höhlensystemen der Welt gezählt werden. Hier ein paar Bilder aus Oudtshoorn:

 

Safari Ostrich Show Farm - in oudtshoorn

Auf der Safari Ostrich Show Farm, erhalten wir Einblicke in das Leben auf einer Straußenfarm und kommen dem Straß sehr sehr nah. Auf einer Traktor Safari werden wir über das riesige Geländer der Farm gefahren und immer wieder von mehreren Straußenherden begrüßt.  Danach füttern wir die Strauße und bekommen dann noch 

richtig viel Input über den Strauß! ZB. in Kürze:

  • Der Strauß ist der größte lebende Vogel der Erde
  • Männchen können bis zu 250 cm hoch werden
  • Gewicht von bis zu 135 Kg erreichen
  • Bis zu 70 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • 50 km/h kann der Strauß ca eine halbe Stunde halten
  • Mit einem Tritt können Strauße einen Menschen und sogar einen Löwen töten
  • die Eier werden bis 1,9 Kg schwer und halten ein Gewicht von 120 Kg aus (Ich habe auf einem Ei gestanden)

Tag 8

Wir starten den Tag wie schon erwähnt mit einem leckeren Kaffee in unserem Stammcafe... wenn man das am 2. Tag schon so nennen kann ;)

Heute wollen wir zur Cango Wildlife Ranch - einem Rauptierpark.

Vorher fahren wir aber noch einmal zu Ulf. 

Dort wird gerade der Müll abgeholt. 

Der Müll wird nicht wie bei uns vorsortiert, sondern alles kommt in einen Beutel. Einmal in der Woche kommen Bewohner der Townships und holen den Müll aus den Häusern und bringen an einen Punkt an der Straße. Dort wird der Müll dann erst sortiert, bevor die Müllabfuhr kommt und den Müll abholt. Ich frage ob ich ein paar Bilder machen kann. Erst ein erstaunter ungläubiger Blick, aber dann ein freundliches nicken. Später sogar ein lächeln. 

Wieder ein Moment in dem mir klar wird, wie Dankbar ich dafür sein muss, wie gut es mir, bzw uns geht.

Der Müllwagen ist gerade weg, da treffe ich auf Willem. Willem verdient sich ein paar Rand, indem er Gartenarbeiten anbietet. Willem wohnt in den Townships von Oudtshoorn. In seinem Gesicht kann man ablesen, oder vielleicht erahnen, was er schon durchgemacht hat. Und auch beim Ihm kommt trotzdem eine gewisse Fröhlichkeit durch.

Cango Wildlife Ranch

Kurz nach 9.00 Uhr sind wir in der Cango Wildlife Ranch.

Die Farm wurde 1977 (was für ein tolles Jahr ;) ) ursprünglich als Südafrikas erste Krokodil Zucht und Showfarm gegründet. 

Das änderte sich, als die Farm 1986 von Andrew und Glenn Eriksen übernommen wurde und diese auf die Notlage der vom aussterben bedrohten Geparde aufmerksam machen wollten. Aus der Geparden Farm wurde schnell ein kleiner Tierpark zur Erhaltung und Aufzucht von bedrohten Tierarten. Es ist kein riesiger Zoo, aber ein kleiner absolut sehenswerter und liebevoll gestalteter Tierpark. Die Führung ist absolut lohnenswert. Wir schließen uns "Ed" für die 60 minütige Parkführung an. Mit viel Humor und vor allem Fachwissen bringt er uns die vom aussterbenden Tiere und deren Lebensraum näher. Neben ein Vielzahl von Vögeln, wie z.B. dem Cape Gänsegeier, Flamingo, Marabu gibt es hier Otter, Springbock, Nil Krokodile, Pythons, Kalong (Fledermaus), Lemuren, Weißbüschelaffen, Katta, Caracal Luchs, Grüne Mamba, Grüne Anakonda, Schwarze Mamba, Boa Constrictor, Schwarzwaldkobra, Leoparden, Löwen, einen weißen Tiger (der zwar nicht aus Afrika kommt, aber damit soll auch auf diese bedrohte Art hingewiesen werden) und vor allem Geparden.

Anschließend genießen wir auf eigene Faust noch mal den Park und den Rundgang. Gegen eine kleine Gebühr kann man sich auch noch ein kleines Highlight erfüllen. Die persönliche Begegnung mit einem Geparden. (Ich buche gleich 2x) Als erstes buche ich mir ein treffen mit den ganz jungen Geparden. Nachdem ich ordentlich desinfiziert wurde darf ich zusammen mit Fahldie und zwei Rangern zu den süßen kleinen Geparden. Das ist schon wirklich aufregend. Danach möchte ich aber noch zu den ausgewachsenen Geparden. Und wie ich schon gelesen habe, ist es wirklich so, das der Herzschlag einen Moment aussetzt, wenn man sich neben so einer edlen und wunderschönen Raubkatze niederkniet, eine erste vorsichtige Berührung und dann vorsichtig streichelt und das schnurren dieser doch nicht ganz kleinen Katze in den Händen, ja sogar im ganzen Körper spürt. Unbeschreiblich!

 

Rugby - ein sport verbindet die menschen

Rugby - mit Cricket die beliebteste Sportart in Südafrika

Während des Apartheidregimes war dieser Sport auf höherer Ebene fast ausschließlich den Weißen Spielern vorbehalten. Im Juli 2018 führte Siyi Kolisi als erster schwarzer Captain das Rugby Nationalteam von Südafrika an. Für viele ist das ein Zeichen, das sich die verschiedenen Bevölkerungsteile in Südafrika vielleicht langsam ein bisschen näher kommen. Dieser Sport wird auch in vielen ärmeren Siedlungen gefördert um junge Südafrikaner für den Sport zu begeistern.

Auf dem Rückweg von der Cango Wildlife Range kamen wir an einem Sportplatz vorbei, an dem gerade ein Schul Rugby Spiel ausgetragen wurde. Wir sind dann aufs Gelände gefahren. Mir wurden dann die Regeln erklärt und ich habe der Schule später die über 150 Bilder zur Verfügung gestellt und bin für den nächsten Besuch von dem Direktor der Schule eingeladen worden.

 

Tag 9 -  Swartberg Pass

Wir starten unsere Tour heute schon um 6.00 Uhr morgens... Der frühe Vogel und so... na ja... eigentlich kann der mich mal. Das ist mir im ersten Moment doch einen Tick zu früh.

Aber als wir dann den tollen Sonnenaufgang in den Bergen erleben, ist alles wieder vergessen und das ist Belohnung genug.

Die Strecke führt uns über den Swartberg Pass... unglaublich beeindruckend.  Dieser so atemberaubende und grandiose Pass wurde zwischen 1881 und 1886 unter der Leitung von Thomas Bain erbaut. Der Pass ist unasphaltiert schmal und an manchen Stellen extrem Steil. Wer schwindelfrei ist, ist hier definitiv im Vorteil. Ein ums andere mal wurde uns wirklich anders in der Magengegend und wir waren froh, das wir kaum Gegenverkehr hatte. 

Spektakuläre Aussichten hinter jeder Kurve laden uns immer wieder zu Fotostopps ein.

 

prince albert

Prince Albert

Es folgen noch weitere Bilder u.a. von unserem Stop in Oudtshorn, prince albert, George, mossel bay ,  Knysna, Wilderness... also schaut gerne die nächsten Tage noch mal vorbei ;)

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Kommentare: 4
  • #1

    Stefan Bode on Tour (Mittwoch, 23 Januar 2019 07:22)

    Die Fotos sind der Hammer �
    Ich würde das auch gerne in live sehen.
    Schicke mir mal ein Angebot zu �

  • #2

    Seele (Mittwoch, 23 Januar 2019 08:46)

    Hi Stefan,
    Infos zur nächsten tour sende ich Dir per Email gerne zu.
    Hier findest Du auch schon ein paar Informationen:
    https://www.seele-ontour.de/fotoreisen/
    Gruß von der Nordsee
    Seele ;)

  • #3

    Tinho (Mittwoch, 23 Januar 2019 10:14)

    Hut ab, scheint ne unvergessliche Reise gewesen zu sein! Mega Fotos!!!

    LG aus der Löwenstadt

  • #4

    Seele (Mittwoch, 23 Januar 2019 14:21)

    Danke Tinho... das war es... vielleicht überwindest Du ja Dein Flugmisstrauen ;) und bist das nächste mal dabei ;) - Gruß nach Braunschweig